Flora Capture App

Ein digitales Herbarium

Sie fotografieren gerne Pflanzen, haben ein Blick fürs Detail oder sind sogar schon ein*e erfahrene*r Botaniker*in? Dann unterstützen Sie unser „Flora Incognita“-Team! Mit der Flora Capture App nehmen Sie in der Natur heimische Wildpflanzen aus verschiedenen Blickwinkeln auf- ohne sie zu beschädigen oder gar entnehmen zu müssen. Wahlweise im Feld oder später zu Hause können Sie Ihre Beobachtungen hochladen und von unseren Botaniker*innen bestimmen lassen.

Aufnahmen von blühenden Wildpflanzen aus festgelegten Blickwinkeln dienen dazu, die Algorithmen zur Bilderkennung zu trainieren, die in unserer Flora Incognita App Anwendung finden. Zudem können wir mit diesen Bildern neue Bilderkennungstechniken erproben, um die automatische Bestimmung in unserer Flora Incognita App noch genauer zu machen.

Wir freuen uns immer über erfahrenen Botaniker*innen, die uns helfen, unsere Bilddatenbank schwer bestimmbarer Pflanzen weiter zu füllen.

Wichtig:

– Wir können aktuell noch nicht alle Zier- und Gartenpflanzen berücksichtigen
– Wir können Android 4.0 nicht mehr unterstützen. Bei alten Betriebssystemen funktioniert die App bei einigen Handys nicht

BildschirmfotoStellaria-e1553095221794

Beispiel für eine Observation mit der Flora Capture App

Nicht selten unterscheiden sich zwei oder mehr Arten durch kleine Details. Sind die Kelchblätter eher breit oder schmal? Ist der Ansatz eines Blattes stängelumfassend oder weisen die Kronblätter kleine Drüsenhaare auf?

Mit der richtigen Perspektive sind solche Feinheiten sichtbar. Deswegen suchen wir Aufnahmen, die Pflanzenteile genau von oben und unten, sowie von der Seite abbilden.

Blattunterseiten fotografieren ist so schwierig!

Ja. Aber:

Alle Beobachtungen, welche über die Capture App unsere Server erreichen, werden von einem Expertenteam eingehend geprüft. Viele der über 2000 Arten sehen sich zum Verwechseln ähnlich und sind nur anhand kleiner Details zu unterscheiden.

Diese befinden sich oft am Blattansatz oder auf den Blattunterseiten. Erst Fotos aus dieser Perspektive machen in vielen Fällen eine genaue nachträgliche Bestimmung möglich. Insbesondere bei Arten mit sehr kleinen Blättern gelingt es mitunter nicht sofort, die Unterseite der Blätter vollständig abzubilden.

Wir bitten Sie aber, sich die Mühe zu machen! Ohne alle zur Bestimmung relevanten Informationen können weder unsere Botaniker*innen, noch automatische Algorithmen verlässliche Aussagen treffen.

Durch sanftes Biegen oder mit einem kleinen Stöckchen können viele schwierige Kameraperspektiven erleichtert werden.

Verändern Sie Ihre Sichtweise! Auch in heimischen Wildpflanzen lassen sich sonderbare Formen, und schillernde Farben entdecken. Schauen Sie genau hin, um Kalkdrüsen zu finden oder vielleicht auch ob die Blüte 5 oder vielleicht 10 Staubblätter hat.  Ebenso nah sollte auch Ihre Aufnahme mit dem Smartphone geschehen, damit unsere Algorithmen lernen können, diese Details den Arten zuzuordnen.

Lassen Sie nichts im Verborgenen! Es kann im Feld schwierig sein, das Objekt im Fokus gut ausgeleuchtet zu bekommen. Vielleicht hilft es, sich beim Fotografieren die Frage zu stellen: Kann ich den (eventuell sichtbaren) Schatten vermeiden? Sie können die Pflanze gern mit einer Hand in Position bringen, solange nichts abgebrochen wird.

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