Flora Capture App

Ein digitales Herbarium

Die App „Flora Capture“ ist Teil der Flora-Produktfamilie. Mit dieser App wird es möglich, die Forschungsarbeiten am Projekt „Flora Incognita“ zu unterstützen.

Aufnahmen von blühenden Wildpflanzen aus festgelegten Blickwinkeln dienen dazu, die Algorithmen zur Bilderkennung zu trainieren, die zu einem späteren Zeitpunkt in einer App zur Pflanzenbestimmung Anwendung finden werden.

Helfen Sie uns und lernen Sie zudem, genau hinzusehen! Eine Blüte sieht von der Seite anders aus als von oben, und mitunter ist die Unterseite eines Blattes von Haaren bedeckt. Zeigen Sie uns, welche heimischen Wildpflanzen Sie finden und werden Sie so ganz nebenbei Teil eines fachübergreifenden Forschungsteams.

Es spielt keine Rolle, ob die von Ihnen gefundenen Arten auffällig, unscheinbar, bunt, groß oder klein sind. Sie sollten gerade blühen und als Wildpflanze in Deutschland eingebürgert sein. Zier- und Gartenpflanzen können wir zunächst leider nicht berücksichtigen. Ihre Beobachtungen können anschließend direkt aus der App heraus auf unseren Projektserver hochgeladen werden.

Beispiel für eine Observation mit der Flora Capture App

Nicht selten unterscheiden sich zwei oder mehr Arten durch kleine Details. Sind die Kelchblätter eher breit oder schmal? Ist der Ansatz eines Blattes stängelumfassend oder weisen die Kronblätter kleine Drüsenhaare auf?

Mit der richtigen Perspektive sind solche Feinheiten sichtbar. Deswegen suchen wir Aufnahmen, die Pflanzenteile genau von oben und unten, sowie von der Seite abbilden.

Blattunterseiten fotografieren ist so schwierig!

Ja. Aber:

Alle Beobachtungen, welche über die Capture App unsere Server erreichen, werden von einem Expertenteam eingehend geprüft. Viele der über 2000 Arten sehen sich zum Verwechseln ähnlich und sind nur anhand kleiner Details zu unterscheiden.

Diese befinden sich oft am Blattansatz oder auf den Blattunterseiten. Erst Fotos aus dieser Perspektive machen in vielen Fällen eine genaue nachträgliche Bestimmung möglich. Insbesondere bei Arten mit sehr kleinen Blättern gelingt es mitunter nicht sofort, die Unterseite der Blätter vollständig abzubilden.

Wir bitten Sie aber, sich die Mühe zu machen! Ohne alle zur Bestimmung relevanten Informationen können weder unsere Botaniker*innen, noch automatische Algorithmen verlässliche Aussagen treffen.

Durch sanftes Biegen oder mit einem kleinen Stöckchen können viele schwierige Kameraperspektiven erleichtert werden.

Verändern Sie Ihre Sichtweise! Auch in heimischen Wildpflanzen lassen sich sonderbare Formen, und schillernde Farben entdecken. Schauen Sie genau hin, um Kalkdrüsen zu finden oder vielleicht auch ob die Blüte 5 oder vielleicht 10 Staubblätter hat.  Ebenso nah sollte auch Ihre Aufnahme mit dem Smartphone geschehen, damit unsere Algorithmen lernen können, diese Details den Arten zuzuordnen.

Lassen Sie nichts im Verborgenen! Es kann im Feld schwierig sein, das Objekt im Fokus gut ausgeleuchtet zu bekommen. Vielleicht hilft es, sich beim Fotografieren die Frage zu stellen: Kann ich den (eventuell sichtbaren) Schatten vermeiden? Sie können die Pflanze gern mit einer Hand in Position bringen, solange nichts abgebrochen wird.