Phänologische Jahreszeit: Hochsommer

Phänologische Jahreszeit: Hochsommer
Phänologische Jahreszeit: Hochsommer

Der Hochsommer bringt uns lange Tage mit lauen Nächten, zirpenden Grillen und viel frischem Obst. Auch zu dieser phänologischen Jahreszeit möchten wir uns ein paar Arten genauer anschauen und zählen deshalb auf Ihre Mithilfe.

 

Die phänologische Uhr tickt

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Die Blüte der Sommerlinde (Link!) bezeichnet den Beginn des Hochsommers. Sie ist leicht mit der Winterlinde zu verwechseln. Als bestes Unterscheidungsmerkmal gilt die Blattbehaarung: Die Sommerlinde besitzt kleine weiße Härchen zumindest auf der gesamten Blattunterseite und an den Trieben, während die Winterlinde lediglich auf den Nerven und in den Nervenwinkeln der Blattunterseite behaart ist. Die Blüten der Linde werden in Tees verwendet und sind wegen des hohen Zuckergehalts ihres Nektars eine wichtige Futterquelle für viele Insekten. Machen Sie uns doch eine Aufnahmen von einer blühenden Sommerlinde.

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In Deutschland ist der Rainfarn, der seinen Namen wegen seiner farnähnlichen Blättern trägt, überall häufig und wächst vor allem an ruderalen Brachstellen, Wegesrändern oder Flussufern. Die Blätter des Rainfarns enthalten viele chemische Inhaltsstoffe, die in gewissen Mengen giftig wirken können. Deshalb wird er von den meisten Weidetieren gemieden. Vielen Insekten bietet er hingegen Lebensraum oder Futter.

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Das Drüßige Springkraut ist eine invasive Pflanze, die sich vor allem in schattigen Uferbereichen von Flüssen und in feuchten Wäldern breit macht. Die phänologische Betrachtung dieser Art dient somit zugleich als eine Bestandsaufnahmen, wo diese Art sich schon angesiedelt hat. Die gespornten, weißlich bis tief-rosafarbenen Blüten des Springkrauts sind unverkennbar und auch durch ihren intensiven Duft sind die Pflanzen oft schon von weitem auszumachen. Die Samenkapseln platzen, sobald sie reif sind, auf und können dabei ihre Samen meterweit schleudern. Diese Samen-Verbreitungsform nennt sich Ballochorie und ermöglicht der Art eine schnelle Ausbreitung.

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Das Jakobs-Greiskraut hat sich in den letzten Jahrzehnten stark in Deutschland ausgebreitet. Es wächst vor allem auf trockenen Wiesen und an Wegesrändern. Besonders von Pferdebesitzern wird diese Art gefürchtet, da Pferde durch das Fressen von Jakobs-Greiskraut tödlich erkranken können. Auch den Imkern ist sie kein Freund, da Honig durch eine große Menge an Jakobs-Greiskraut-Pollen giftig werden kann.