Medicago falcata – Der Sichelklee

Bis September sind sie noch zu sehen: die kleinen, gelben Blüten des unscheinbaren Sichelklees. Dieser ist mit einer Höhe von 20-50 cm Höhe und seiner niedrigen Wuchsform eine eher kleine Pflanze. Ab Juni richtet er seine gelben Blüten in kugeligen Trauben an. Diese 7-11 mm langen Schönheiten sind Schmetterlingsblüten. Die Blätter des Sichelklees sind ähnlich anderer Kleearten 3-zählig, aber gesägt und am Ende mit einem Spitzchen versehen. Seine Hülsenfrüchte sind sehr charakteristisch und namensgebend hufeisen- oder sichelförmig. Der Sichelklee wächst vorwiegend auf warmen, mäßig trockenen Böden niederliegend bis aufsteigend.  Sowohl Trockenrasen als auch Kalkmagerrasen oder auch Wald- und Wegeränder bieten dieser Klee-Art einen guten Standort. Ihr Verbreitungsgebiet bedeckt fast ganz Europa und reicht im Norden bis nach Südskandinavien.

 

Aus einer Kreuzung des Sichelklees mit der Saat-Luzerne (Medicago sativa) ist die Bastard-Luzerne (Medicago sativa ssp. varia) hervorgegangen. Diese wird heute häufig von Landwirten als Bodenverbesserer und Futterpflanze angebaut. Da sie Stickstoff im Boden sammelt, wird sie zumeist als Zwischenfrucht zur Gründüngung angebaut. Auch als Lebensmittel sind sie vermutlich schon bei vielen auf dem Teller gelandet: Luzernen-Sprossen. Die Bastard-Luzerne kommt ursprünglich aus dem Mittelmeerraum und gilt in Nordeuropa als Neophyt. Sie trägt typische schmutzig gelbgefärbte Blüten und hat der Saat-Luzerne entsprechend schneckenförmige Hülsenfrüchte. Deshalb wird sie auch Bastard-Schneckenklee genannt.