Project related master thesis successfully submitted

We congratulate Alice Deggelmann to her submitted master thesis covering: „Plasticity of leaf- and flower traits with respect to image guided plant determination.“ – Her sampling and data evaluation have been a valued part of the research project.  She was able to determine that differences in trait expression within species depend only partly on environmental conditions.

Plant Pictures Wanted!

Are you an experienced botanist, whose computer is full of photographs of diverse plants? This could be a real treasure for our research project! One of our main tasks in 2017 is the acquisition of essential photo material which we need to train our image recognition software. The amount of photographs per individual plant have an impact on the success of our automated image recognition software.

We would really much appreciate every form of help and support! Especially the supply of self-taken photographs of plants (digital version is hereby preferred) would be a great support to our research project. The plants on the pictures should be identified already. We need photographs of the whole plant as well as several parts of the plant (inflorescence, blossom, leaves).

Your pictures will be a part of a huge pool of photographs that we will use as a basis for our image recognition algorithms. With your approval we will publish the pictures for research purposes only (e. g. within research papers). Needless to say, you will keep all the rights for your pictures.

Are you interested in becoming a part of our research team and contribute to our project? Then simply contact us via E-mail or give us a call:

Dr. Michael Rzanny
Tel.: 03641/576222
e-Mail: mrzanny@bgc-jena.mpg.de

Dr. Jana Wäldchen
Tel.: 03677/694849
e-Mail: jwald@bgc-jena.mpg.de

We would send you a USB stick or an external harddrive, where you can put your pictures on. Of particular importance would be the distinct assignment of the species name to the picture. But of course we can talk about the details in a personal conversation.

Thank you very much in advance! We are looking forward to hearing from you.

Hepatica nobilis – Das Leberblümchen

Fangen wir mit etwas Einfachem an: Es besteht keine Verwechslungsgefahr bei diesem “Blümchen”, diesem Frühlingsboten aller erster Klasse! Keine andre Pflanze bildet jetzt in unseren Laubwäldern ganze blaue Teppiche. Obwohl es leicht zu bestimmen ist: Ein genauer Blick lohnt sich. Es ist eine Blume zum Niederknien. Wer das tut und sie sich somit genau anschaut, sieht das sonst Verborgene, zum Beispiel: ihre drei weich behaarten Hochblätter. Das sind die drei kleinen grünen Blätter direkt unter der Blüte. Diese Pflanze hat nicht ohne Grund auch den Namen: dreilappiges Leberblümchen. Die Dreiteiligkeit finden wir auch gut sichtbar in den großen grünen Laubblättern wieder. Diese verbleiben auch wenn der Blütenregen Ende Mai längst vorbei ist. Sie werden im Laufe des Jahres immer ledriger und dunkelgrüner, am Blattrand und auf der Unterseite fast braun oder purpurfarben.

Im Mittelalter wurde es als Heilpflanze für Leberkrankheiten benutzt. Die äußere Blattform sollte auf die Heilkräfte im Inneren deuten. Daraus gründet sich auch der Gattungsname vom griechischen: Heper für Leber. Heute weiß man, dass die Pflanze giftig ist, wie es in der Pflanzenfamilie der Hahnenfußgewächse, zu denen das Leberblümchen zählt, üblich ist.

Sie ist eine Staude, das heißt jedes Jahr aufs Neue treibt sie aus. Lange bevor die Bäume über ihr wieder Blätter bekommen. Dieser frühe Vogel hätte später mit seiner Größe von ca. 10 cm keine Chance gegen die Baumriesen im Streben nach Licht anzukommen. Da das Wetter so früh im Jahr noch rau und unwirtlich sein kann, hat sie die Fähigkeit bei Regen, Tau oder Nachtfrösten die Blüten zu schließen und abnicken zulassen – Schlafenszeit fürs Leberblümchen.

Der Name: nobilis heißt übersetzt so viel wie: edel, nobel. Die nicht gerade großen Blüten haben es in sich. Dieses Pastellblau mit etwas Violett, selten ein Hauch von Rosa oder etwas Cremeweißlich, umgeben mit einem Glanz, der sich erst beim Betrachten im rechten Lichte zeigt und im wunderschönen Kontrast zu den Blütenblättern erheben sich mittig in der Blüte die Staubblätter hell heraus und sorgen für ein regelrechtes Strahlen der Blüte. All das wäre nicht besser als mit ‚edel‘ zu beschreiben.

Eine einzelne Blüte ist schon nach etwa acht Tagen verblüht. Doch kein Grund zur Hektik: aus jeder Pflanze schieben sich bestimmt ein Dutzend fein behaarte Stängel mit Blüten am Ende.

Jede Blüte besteht aus 6-10 Blütenblättern, die leicht abfallen. Es ist also nicht weiter schlimm, dass die Pflanze unter Naturschutz steht und nicht gepflückt werden darf, denn sie würde sich eh nicht lang in der Vase halten. Eine Gefährdung der sie unterliegt entsteht letztlich durch ihren Reiz, meint die Loki-Schmidt-Stiftung, die das Leberblümchen zur Blume des Jahres 2013 machte. Denn wer möchte nicht diesen Inbegriff des Frühlings in den eigenen Garten verpflanzen? Das Weiterwachsen gelingt jedoch zu selten. Sie braucht einen breiten Kragen aus halbzersetzten Laub, in dessen Schutz sie wächst. Außerdem liebt sie kalkreiche, lehmige Böden, die etwas feucht sind. Menschen die diese Voraussetzung bei sich vorfinden müssen nicht auf sie verzichten. Gärtnereien kultivieren diese Pflanze und züchten mitunter gehörig an ihr herum. Es gibt regelrecht Hepatica-Fans, die vielfältigsten Farbverläufe und Formabwandlungen sammeln. Geschmacksache, doch dieser Pflanze zu verfallen möchte man niemandem verübeln. Wer jedoch die edle Einfachheit genießen will, kann sich vom Leberblümchen auf einen Frühlingswaldspaziergang eingeladen fühlen. Auf der Suche nach ihr enden wir meist in sehr alten, malerisch anmutenden Laubwäldern, in denen nur wenig Forsttechnik wütet. Wie wir an ihrer Seltenheit, bzw. dem Schutzstatus ablesen können: Die wilde Schöne hat ihre Ansprüche.

 

Autor: Annemarie Kramer (Stundentin der Fachhochschule Eberswalde)

Bilder: Dr. Angelika Thuille

We are looking for student assistants

Du interessierst dich für Pflanzen und bist aufgeschlossen gegenüber Technik und neuen Medien?

Wir suchen  offene und interessierte Personen, die uns bei der Entwicklung einer App zur teilautomatischen Pflanzenbestimmung unterstützen möchte.

Allgemeine Informationen zum Verbundprojekt Flora Incognita findest Du unter:

http://floraincognita.com

Aufgaben und Arbeitsumfeld

  • Fotografieren von Pflanzen und Pflanzenorganen nach einem festgelegten Schema. (Freilandarbeit in unwegsamem Gelände; Arbeits- bzw. wetterangepasste Kleidung und Schuhwerk notwendig)
  • Je nach Interessenlage und Fähigkeiten kommen verschiedene weitere Tätigkeiten in Frage:
    • Segmentieren von Bildern
    • Datenbankrecherchen
    • Pflegen der Webseite
    • Pflege von Social Media Kanälen

Voraussetzungen:

  • Sehr hilfreich, aber nicht zwingend notwendig sind Grundkenntnisse heimischer Pflanzenarten
  • Geländegängigkeit

Zeitraum: ab sofort; 20 h monatlich

Arbeitszeit: flexibel und nach Bedarf.

Bezahlung: 11,29 € (mit Bachelor-Abschluss im Masterstudium)

Bewerbungen und Rückfragen bitte per E-Mail an: mrzanny@bgc-jena.mpg.de


Eine weitere Person suchen wir eher im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und und Soacial Media (beide Hiwi Stellen könne auch kombiniert werden):

Deine Aufgaben

  • Bearbeitung und Pflege der WordPress-Projektwebseite in deutsch und englisch
  • Erstellung und kontinuierliche Bearbeitung einer Flora-Incognita Facebook-Seite
  • Erstellung von Informationsmaterial, Verfassen von Pressemitteilungen
  • gelegentliche Projektvorstellung in Schulen im Raum Erfurt/Jena/Ilmenau

 

Das solltest Du mitbringen

  • Masterstudiengang in Kommunikationswissenschaften, Medien, Pädagogik, Biologie oder Natur- und Umweltwissenschaften
  • Grundkenntnisse in der Editierung einer WordPress-Webseite und einer Facebook-Seite
  • Grafik-, Web-Design- und Bildbearbeitungssoftware-Kenntnisse (z.B. Photoshop und Illustrator)
  • teamfähig und  Interesse in einem interdisziplinären Team (Informatiker und Biologen) zu arbeiten
  • gelegentliche Präsenz in Jena oder Ilmenau (viele Arbeiten können jedoch im Homeoffice durchgeführt werden, wenn eigener Computer vorhanden ist)
  • sehr gute deutsche und englische Sprachkenntnisse

 Bezahlung: 11,29 € (mit Bachelor-Abschluss im Masterstudium)

Für weitere Informationen wende Dich an:

Jana Wäldchen, jwald@bgc-jena.mpg.de, Tel.: 03677-694849

Übersende uns eine Kurzbewerbung mit Lebenslauf (ausschließlich per E-Mail) an jwald@bgc-jena.mpg.de

App Flora Incognita ~ Plant Image Capture (aka Flora Capture) available

In the growing season 2017, we are planning a comprehensive study to obtain the necessary image material for the training of our image recognition technology. For the first time, we would like to ask interested enthusiasts, besides the botanists and volunteers of TLUG.  We’ve developed an easy-to-use app that allows you to take pictures of plants and parts of plant, and to upload the images to our project server. This app is not intended to be used as an identification tool but is designed to build a large image database for our research project. These images are used for the development and training of image recognition technologies and are an important component for the development of a semi-automatic plant identification app. We look forward to a broad support from the population. Become part of our research team! Photograph during your wakls and hikes interesting flowering plants for us. This app is now available for all popular mobile phones (iOS, Android). The link to the installation and further explanations can be found here.

1st Advisory Board meeting in Ilmenau

The first meeting of the Scientific Advisory Board was held in November at the TU Ilmenau. The Scientific Advisory Board comprises a network of scientists from different disciplines, universities and research institutions. The project coordinator Dr. Patrick Maeder welcomed the participants and gave an overview of the objectives of the project. Afterward the project staff presented the current status of the project. After each presentation there were comments and recommendations on the part of board members. We would like to thank you for this constructive and stimulating meeting. Many ideas and comments will be incorporated in the next steps of the project.